Gefahrgutzug: Ausbildung Erkundung und Erstmaßnahmen (12.03.2015)
Intensive, regelmäßige Ausbildung bildet den zentralen Baustein im Gefahrgutzug der Feuerwehr Holzminden. Dabei werden auch immer wieder neue Wege gesucht, den Mitgliedern der Einheit die Themen auf interessante Weise zu vermitteln um den Lerneffekt zu maximieren. Der momentane Lernabschnitt hat das Ziel, die Truppführer mit dem Erkundungsbogen intensiv vertraut zu machen und den Trupps mehr Möglichkeiten für Erstmaßnahmen aufzuzeigen.
An zwei Übungsdiensten wurden unterschiedliche Stationen aufgebaut. Im ersten Teil mussten die Teilnehmer 5 Stationen durchlaufen. Die Zeit pro Station war so angesetzt, dass nur eine Erkundung mit Erstmaßnahmen durchgeführt werden konnte, um die Teilnehmer unter Druck zu setzen. Denn auch unter Einsatzbedingungen wäre die Zeit durch den begrenzten Atemluft-Vorrat und die Dekontaminationszeit stark eingeschränkt. Daher wurden die Übungen nach Erreichen der vorgegebenen Zeit abgebrochen und die durchgeführten Maßnahmen intensiv besprochen.
Die Stationen im ersten Teil waren: Ein Gasaustritt mit explosiver Atmosphäre, ein undichter IBC, ein Stückgutunfall, eine Menschenrettung mit Produktaustritt und defekte Fässer.
Bei den Übungen wurde komplett auf das Tragen von Schutzkleidung verzichtet. Bereitgestellt wurde jedem Trupp eine komplett ausgestattete Erkundungskiste, gefüllt mit Mehrgas-Warngerät, Erkundungsbogen Einsatz und Erkundungsbogen Kupplungen, Fettstiften, Handlampe und PH-Prüfpapier.
Die Ausbilder boten den Trupps jeweils realistisch dargestellte Szenarien, die die Teilnehmer komplett forderten. So konnten an allen Stationen, an denen Flüssigkeiten austraten, mit dem PH-Prüfpapier auch Ergebnisse festgestellt werden, die dem Stoff entsprachen. Die Kennzeichnungen entsprachen allesamt realistischen Gebindekennzeichnungen. Und sogar eine steigende explosionsfähige Atmosphäre konnte mit Hilfe eines selbstgebauten "Übungs-Gasmessgeräts" über Fernsteuerung eingespielt werden.
Im zweiten Teil wurden 3 Stationen aufgebaut: Ein Stückgutunfall, ein defekter Flansch sowie ein brennendes Gebinde.
Ein Schwerpunkt war hier die Kommunikation mit dem Einsatzleitwagen. Die Feuerwehr Holzminden hat Anfang März auf Digitalfunk umgestellt und so konnte die Kommunikation im DMO (Direktbetrieb) getestet werden. Weitere Schwerpunkte waren wieder der Erkundungsbogen und die Erstmaßnahmen.
Die Teilnehmer, aber auch die Ausbilder zeigten sich in einer Nachbesprechung mit den Ergebnissen der Ausbildung zufrieden, konnte hier doch im engen Zusammenspiel Ausbildung effektivdurchgeführt werden. Alle waren sich einig, das Ausbildungskonzept so weiter durchzuführen, auch wenn es für die Ausbilder eine zusätzliche Belastung darstellt, da schon im Vorfeld viel besprochen und geplant werden muss.
Kategorie: Aktuelles-Fw-HolzmindenVon: Kleinod
















