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25.10.2014

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus: Person vermisst (25.10.2014)

Einsatzstichwort: Feuer Keller erhöht auf 1. Nachalarm Feuer Keller
Einsatzmeldung: Kellerbrand/Personen eingeschlossen
Einsatzort: Everstein, Holzminden
Alarmierte Schleifen:
 Mittelschleife Brand Holzminden, Großschleife Holzminden, Großschleife Mühlenberg, Sirene Mühlenberg
Fahrzeuge: LF 20/16DLK 23/12, ELW, HLF 20/16, TLF 24/50, TSF, SW 1000, LF 16-TS, RW 2, MTW, WLF m. AB-Sondergeräte (Holzminden); TSF (Mühlenberg)

Eingesetzte Kräfte: 78 (Holzminden); 4 (Mühlenberg)

Alarmzeit: 18:31 Uhr

Bericht:
Ein Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung sorgte am Samstagabend für einen Einsatz der Ortsfeuerwehren Holzminden und Mühlenberg. Eine zunächst vermisste Person befand sich glücklicherweise nicht mehr im Haus. Die Feuerwehr musste das schwelende Brandgut im Keller nach dem Ablöschen des Feuers nach und nach ausräumen.

Um 18.31 Uhr wurde zunächst der erste Zug der Feuerwehr Holzminden mit dem Stichwort "Kellerbrand" in den Everstein in Holzminden alarmiert. Laut erster Meldung waren noch mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle brannte es im Keller mit starker Rauchentwicklung, eine Person wurde noch vermisst. Alle übrigen Bewohner hatten sich bereits in Sicherheit gebracht.

Der Einsatzleiter setzte daher sofort drei Trupps unter Atemschutz ein. Zwei gingen mit je einem C-Rohr zur Brandbekämpfung in den Keller vor, der dritte verschaffte sich über eine Steckleiter Zugang zum ersten Obergeschoss und suchte die Wohnung ab, in der die Person vermisst wurde. Dazu wurde die Terrassentür gewaltsam geöffnet. Dort ging auch die Drehleiter in Anleiterbereitschaft.

Da das Szenario einen umfangreichen Atemschutzeinsatz vermuten ließ, wurde eine Viertelstunde nach dem ersten Alarm der 1. Nachalarm ausgelöst und damit Vollalarm für die Ortsfeuerwehren Holzminden und Mühlenberg gegeben.

Glücklicherweise befand sich die vermisste Person nicht mehr im Gebäude. Das Feuer im Keller konnte eine halbe Stunde nach Alarmierung unter Kontrolle gebracht werden.
Aufgrund der hohen Brandtemperaturen, des dichten Rauches, einer geplatzten Wasserleitung und herunterhängender Kabel war dies eine kräftezehrende Arbeit für die Einsatzkräfte.
Um das Feuer endgültig zu löschen musste das heiße, mehrere Kubikmeter umfassende Brandgut unter Atemschutz ausgeräumt und ins Freie getragen werden. Dazu war nacheinander der Einsatz von weiteren Atemschutztrupps notwendig.

Parallel dazu wurden die teils leicht verrauchten Wohnungen im Haus durch Einsatzkräfte unter Atemschutz gelüftet und freigemessen.
Insgesamt kamen 10 Trupps unter Pressluftatmer teils mehrfach zum Einsatz.

Die Wasserversorgung für den Einsatz konnte über Hydranten sichergestellt werden. Dazu legten die Besatzungen der nachrückenden Löschfahrzeuge von beiden Seiten B-Schlauchleitungen zum Brandobjekt. Die gesamte Einsatzstelle wurde außerdem ausgeleuchtet.

Verletzte waren während des Einsatzes nicht zu beklagen. Zwei Kinder aus dem betroffenen Haus wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Bewohner des Hauses konnten nach dem Einsatz aufgrund des Rauchschadens und der Schäden an den Versorgungsleitungen nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie kamen bei Bekannten unter.

Die Feuerwehr war mit insgesamt 78 Einsatzkräften eingesetzt. Kräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Fachberater des THW waren ebenfalls vor Ort.

Im Anschluss an den dreieinhalb Stunden andauernden Einsatz waren noch umfangreiche Aufräumarbeiten und die Neubestückung der Fahrzeuge notwendig.

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden, Einsätze-Fw-Mühlenberg
Von: T. Stahlmann, J. Schwingel
Fotos: G. Hartmann/D. Kumlehn