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04.07.2015

Gemeinsame Ausbildung Gefahrgut von Werkfeuerwehr Symrise und dem Gefahrgutzug der Feuerwehr Holzminden (04.07.2015)

Zusammen im Einsatz zu arbeiten, heißt auch im Vorfeld zusammen zu üben, damit man weiß, wer sein Partner ist. Nach diesem Motto arbeiten der Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehr Holzminden und die Werkfeuerwehr des Duft- und Aromenherstellers Symrise aus Holzminden seit Jahren zusammen.

Dieses Mal wurde ein gemeinsamer Samstagvormittag dafür genommen. Um 8:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer an der Feuerwache des Werkes Weser. Nach kurzer Begrüßung durch den Werkbrandmeister Jörg Seydler, Zugführer Holger Kleinod und Stadtbrandmeister Manfred Stahlmann wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt.

Hier hatte man sich im Vorfeld entschieden, die Stationsausbildungen nach Mannschaft und ausgebildeten Gruppenführern durchzuführen und den zu vermittelnden Stoff darauf anzupassen.

Eine Station war die Dekontamination von verletzten Personen unter der Führung des Gruppenführers Oliver Dröge. Hier bekamen die Teilnehmer vermittelt, wie eine mit Gefahrstoff verschmutzte Person so gereinigt wird, dass sie ohne Gefahr dem Rettungsdienst übergeben werden kann.

In der Station „Messen“ konnten die Teilnehmer die verschiedenen Mehrgasmessgeräte mit den unterschiedlichsten Gasen testen. Sie bekamen vermittelt, welche Gase gemessen werden können, wie die verschiedenen Messgeräte funktionieren und wo die Tücken einer Messung liegen. Hier ist der Vorteil, dass Gefahrgutzug und Werkfeuerwehr die gleichen Messgeräte einsetzen.

Nach dem Frühstück folgten dann die Einsatzübungen auf dem Werkgelände. Die Mannschaften wurden gemischt und mussten so intensiv zusammenarbeiten.  Aufgrund der  Witterung mit schon am Morgen über 30 Grad Celsius wurde komplett auf besondere Gefahrgutschutzkleidung verzichtet. Die Trupps unter Chemikalienvollschutzanzug (CSA) deuteten diese nur mit Atemschutzgerät an.

Als Erstes musste ein Stückgutunfall abgearbeitet werden. Hier war durch Ladearbeiten ein Kanister beschädigt worden. Der Fahrer hatte selber versucht zu erforschen, was da von seiner Ladefläche tropft und sich dabei verletzt. Die Darstellung der „Opfer“ übernehmen schon seit Jahren für den Gefahrgutzug die Kameraden der DLRG Ortsgruppe Holzminden, die dieses Mal durch die Gruppe RUD (Realistische Unfalldarstellung) der Johanniter Unfall Hilfe Holzminden geschminkt wurden, um die Verletzungen realistisch darzustellen. Das Opfer wurde schnell in die zeitnah vorbereitet Not-Dekon gebracht und konnte dort von den ersten anhaftenden Gefahrstoffen befreit werden. Danach gingen Trupps auf die Ladefläche des LKW vor, um genau zu erkunden, mit welchem Stoff man es zu tun hat.

Im Anschluss gab es eine kurze Nachbesprechung.

Nicht lange Zeit zum Pause machen und die Gefahrgut-Einheiten wurden für den nächsten „Unfall“ angefordert.

In einem Produktionsbetrieb hat sich ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten durch falsche Bedienung heißes Produkt über den Körper gekippt. Umsichtig und schnell hatte der erste eingesetzte Trupp den Arbeiter im Gebäude gefunden, aus dem Gefahrenbereich verbracht und der Dekonstelle übergeben. Dort wurde er soweit gereinigt, dass er dem Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Im Anschluss an die Übung zeigten sich Werkbrandmeister Seydler und Zugführer Kleinod mit der geleisteten Arbeit der Kameraden zufrieden. Die gesteckten Ziele wurden erreicht und sicher und schnell abgearbeitet. Auch haben sich die Teilnehmer wieder näher kennengelernt und wissen, dass sie sich auf ihr Gegenüber im Einsatz verlassen können. Allen Teilnehmern gilt ein besonderer Dank für ihre Leistung. Wurden sie in letzter Zeit doch besonders durch zusätzliche Aufgaben belastet. In der Ortsfeuerwehr Holzminden wurden die Kreis- und Bezirkswettbewerbe der Jugendfeuerwehr ausgerichtet und die Werkfeuerwehr Symrise hatte kurz vorher erst eine unangekündigte Überprüfung durch die Polizeidirektion Göttingen zu absolvieren.

Kategorie: Aktuelles-Fw-Holzminden
Von: Kleinod / Fotos: Holger Lüders DLRG