Einsatzübung des ersten Zuges im alten Pfarrhaus (19.08.2013)
Am Montagabend dringt dichter Rauch aus den Türen und Fenstern des Pfarramtes der St.-Thomas-Kirche Holzminden. Um Hilfe schreiende Personen an einem Fenster im Obergeschoss, für die der Fluchtweg durch das Treppenhaus aufgrund der starken Rauchentwicklung versperrt ist und aufgebrachte Bürger auf der Straße – glücklicherweise alles nur das Szenario einer Einsatzübung des ersten Zuges der Feuerwehr Holzminden.
Zugführer Olaf Jungermann ist eine der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Sofort kommen zwei Frauen panisch auf ihn zugerannt, machen ihn auf die Personen im Obergeschoss aufmerksam, die dringend die Hilfe der Feuerwehr benötigen. Unter ihnen auch drei Kinder.
Sofort lässt er den ersten Zug aus dem Bereitstellungsraum im Bereich Fürstenbergerstraße in den Holzmindener Thomaskirchweg alarmieren. Bereits kurze Zeit später treffen die fünf vollbesetzten Fahrzeuge an der Einsatzstelle ein und den Einsatzkräften werden, nach ausführlichen Erkundungsmaßnahmen, ihren Aufgaben zugeteilt.
Vor dem Gebäude wird die Drehleiter in Stellung gebracht, sodass die vier Personen aus dem Obergeschoss schnell gerettet und versorgt werden können, die aufgebrachten Passanten können ebenfalls durch Einsatzkräfte der Feuerwehr beruhigt werden. Auch die ersten Atemschutztrupps, die sich schon auf der Fahrt im Fahrzeug ausgerüstet haben, betreten über den Haupteingang sowie über die Garage das Gebäude. Denn immer noch gelten zwei weitere Personen in dem weitläufigen über drei Geschosse führenden Haus als vermisst und der Brand muss bekämpft werden.
Aber auch hier können nach wenigen Minuten die letzten vermissten Personen, zwei im Kellergeschoss liegende bewusstlose Dummys, gefunden, vor dem Gebäude an weitere Einsatzkräfte übergeben und zur weiteren Behandlung und Versorgung zur Verletztensammelstelle gebracht werden. Auch die Meldung, dass der Brandherd gefunden und gelöscht werden konnte, kommt fast zeitgleich über Funk.
Ausgearbeitet wurde diese Übung vom Ortsbrandmeister Michael Nolte, seinem Stellvertreter Tobias Hauske sowie Frank Drescher, aktives Mitglied der Gruppe 3, welche alle die gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf zwischen den Einsatzkräften lobten.
Pastor Christian Bode, der sich ebenfalls als Verletzter und, nach seiner Rettung, als Notfallseelsorger an der Einsatzstelle befand, war verblüfft über den realen Charakter der Übung. Auch er zog schließlich eine positive Bilanz und ist beruhigt zu wissen, dass die Feuerwehr nun weitere wertvolle Objektkenntnisse im Stadtgebiet erworben hat.
Kategorie: Aktuelles-Fw-HolzmindenVon: J. Drescher; Fotos: D. Heinze
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