Waldbrand: 1. Zug übt den Ernstfall (21.07.2014)
"Waldbrand" – ein Einsatzstichwort, welches für viele Feuerwehren in der Umgebung, besonders bei den aktuellen Witterungsverhältnissen, nicht unwahrscheinlich ist. Und ein Waldbrand war auch die Übungslage für die Einsatzkräfte des 1. Zuges der Feuerwehr Holzminden bei ihrem Übungsdienst. Sofort wurden die Fahrzeuge besetzt und der Bereitstellungsraum in der Einbeckerstraße angefahren. Von hier aus wurden die einzelnen Fahrzeuge vom Zugführer Olaf Jungermann abgerufen und die Einsatzaufträge zugeteilt.
Das angenommene Feuer wurde mittels wehenden Absperrbandes durch die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Holzminden dargestellt, welche sich den Wetterverhältnissen entsprechend im Waldgebiet ausbreiteten.
Die Einsatzkräfte des LF 20/16 und des HLF 20/16 begannen gleich nach Eintreffen mit der Brandbekämpfung, hierbei wurden insgesamt vier Strahlrohre eingesetzt. Zeitgleich wurde mit dem ELW auf einem nahegelegenen Parkplatz die Einsatzleitung eingerichtet und alle wichtigen Informationen zusammengetragen.
Die Besatzungen des TSF, des SW 1000 sowie der DLK 23/12 bauten eine Wasserversorgung von einer in der Einbeckerstraße befindlichen Wasserentnahmestelle auf. Diese wurde anschließend, nach der ersten Entleerung der Wasserbehälter der Löschfahrzeuge, im Pendelverkehr angefahren. Um eine Unterbrechung bei der Brandbekämpfung zu vermeiden, überbrückte das TLF 24/50 die Versorgung mit Löschwasser in den jeweiligen Fahrzeugwechseln.
Während einer der Fahrten zum Betanken wurde dem HLF 20/16 der Weg durch einen brennenden Baum abgeschnitten, auch der Rückweg war nicht möglich. Hierbei hatte der eingesetzte Maschinist vorbildlich gehandelt – auf dem Weg zur Wasserentnahmestelle hatte er noch eine gewisse Menge Löschwasser im Fahrzeugtank belassen, um sich bis zum Eintreffen weiterer Einsatzkräfte selbst Hilfe leisten zu können.
Nach etwa einer Stunde war die Übung für die 43 Einsatzkräfte beendet. Nach den Aufräumarbeiten konnten alle Fahrzeuge zurück ins Gerätehaus in der Wallstraße einrücken, um die Fahrzeuge und Gerätschaften vom Dreck und Schlamm zu bereinigen.
Erst im vergangenen Jahr war es in einem Waldgebiet zwischen Silberborn und Schießhaus zu einem größeren Bodenfeuer gekommen, bei dem durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr eine Ausbreitung auf die Waldfläche verhindert werden konnte.
Durch den gleichzeitigen Einsatz des 1. Zuges, der Jugendfeuerwehr und der Rüstwagenbesatzung bei der Alarmübung in Holzen waren an diesem Abend sämtliche Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr gleichzeitig eingesetzt.
Kategorie: Aktuelles-Fw-HolzmindenVon: J. Drescher
Fotos: D. Gräsner/O. Jungermann












