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21.12.2020

Brand eines Kleinlasters greift auf Dach einer Lagerhalle über (21.12.2020)

Einsatzstichwort: FEU Lagerhalle
Einsatzmeldung:  PKW unter Vordach von Lagerhalle
Einsatzort: Max-Planck-Straße, Holzminden
Alarmierte Schleifen: Großschleife Holzminden
Fahrzeuge: LF 20/16, DLAK 23-12, ELW 1HLF 20/16TLF 24/50, LF 8/6, LF 16-TS, RW, MTWMTWMTW-EL, KdoW, WLF m. AB-Sondergeräte, AB Mulde (Holzminden); DLAK 23-12, TLF 3000 (Höxter)

Eingesetzte Kräfte:  61 (Holzminden); 8 (Höxter) ; 7 (THW Holzminden) sowie Drohnengruppe und Verpflegungskomponente der Kreisfeuerwehr Holzminden
Alarmzeit: 18:42 Uhr


Bericht:
Die Ausbreitung eines Brandes auf das Dach einer Lagerhalle forderte am Montagabend den Einsatz der Feuerwehr Holzminden. Das Löschen des Feuers gestaltete sich als Herausforderung, da die Dachhaut abgenommen werden musste, um den Brand effektiv zu bekämpfen. Zur Unterstützung wurde dazu auch die Drehleiter der Stadt Höxter nachalarmiert. Die Löschwasserversorgung wurde aus dem Hydrantenetz sowie einer Löschwasserzisterne sichergestellt. Die Allersheimer Straße musste im Zuge der Löscharbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Am Montagabend wurde die Feuerwehr Holzminden zu einem brennenden Kleinlaster, welcher sich unter einem Vordach befand, alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Kräfte wurde schnell festgestellt, dass sich das Feuer bereits auf das Dach der Lagerhalle ausgebreitet hatte.
Das HLF 20/16 und die Drehleiter stellten sich aus Richtung der Max-Planck-Straße auf, das LF 20/16 und TLF 24/50 aus Richtung Allersheimer Straße. Die offenen Flammen am Kleintransporter waren schnell mit mehreren C-Rohren bekämpft, doch das Feuer brannte nun schwer zugänglich unter der Dachhaut der Lagerhalle. Parallel zur Brandbekämpfung errichtete das LF 16-TS eine Löschwasserversorgung mit zwei B-Leitungen aus einer Zisterne.

Um das Feuer im Dach der Lagerhalle zu bekämpfen, begann ein Trupp unter Atemschutz damit, das Dach über die Drehleiter zu öffnen und den Brand mit einem C-Rohr zu löschen. Ein weiterer Trupp ging über Steckleitern auf das Dach vor, noch ein weiterer Trupp verschaffte sich Zugang zum Gebäude um dieses von innen zu kontrollieren.

Nach Eintreffen der nachalarmierten Drehleiter aus Höxter wurde diese rückseitig in Stellung gebracht. Der 2. Zug der Ortsfeuerwehr Holzminden baute anschließend die Wasserversorgung zur Drehleiter sowie zum Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Höxter auf.

Um den Einsatz besser organisieren zu können, teile der Einsatzleiter, Ortsbrandmeister Michael Nolte, die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte auf. Der 1 Abschnitt unter der Leitung vom Zugführer des 1. Zuges Olaf Jungermann, welcher sich vor allem um die Brandbekämpfung auf dem Dach kümmerte. Der 2. Abschnitt unter Leitung von Dieter Kumlehn, Zugführer des 2. Zuges, stellte zusätzlich die Unterstützung in der Brandbekämpfung sowie Wasserversorgung sicher.

Während der Brandbekämpfung kam es immer wieder zu starker Rauchentwicklung, weshalb zahlreiche Einsatzkräfte nur mittels Maske-Filter-Kombination arbeiten konnten. Auch wurde eine verletzte externe Person an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben und in das Holzmindener Krankenhaus gebracht.
Das nachalarmierte Technische Hilfswerk leuchtete mit einem Lichtmastanhänger den Dachbereich der Lagerhalle aus.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden im Gebäude an diversen Decken und Wände durch Atemschutzgeräteträger mittels einer Wärmebildkamera kontrolliert und Nachlöscharbeiten durchgeführt. Anschließend sorgten die Trupps im Gebäude für die Abriegelung des Gashaupthahns und der Stromversorgung im Bereich der Brandstelle. Insgesamt kamen 6 Trupps unter schwerem Atemschutz zum Einsatz, weitere standen in Bereitstellung.
Drohnenaufnahmen ermöglichten den Einsatzkräften wärmebelastete Stellen zu lokalisieren, betroffene Areale wurden durch Handarbeit mit Unterstützung von zwei Rettungssägen frei gelegt. Um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten, musste eine spezielle Absturzsicherung auf dem Hallendach sowie am Drehleiterkorb aufgebaut werden.

Des Weiteren wurden verrauchte Gebäudeteile unter Einsatz von Überdruckbelüftern gelüftet. Die Fahrzeuge LF16-TS und TLF 24/50 standen trotz andauernder Löscharbeiten für eventuelle Paralleleinsätze in Bereitstellung.

Bereits bei Erstalarmierung der Ortsfeuerwehr wurde parallel, gemäß Alarm- und Ausrückeordnung, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie Rettungswagen des Landkreises Holzminden mitalarmiert. In Zusammenarbeit mit örtlichen Hilfsorganisationen gewährleisteten sie im Einsatzverlauf die medizinische Absicherung.

Noch an der Einsatzstelle wurden erste Fahrzeuge mittels Ausrüstung aus dem Gerätehaus wieder einsatzbereit gemacht. Mehrere Kleinfahrzeuge der Feuerwehr führten dazu Versorgungsfahrten durch.

Nachdem die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde, stand für die Kameraden eine Verpflegung der Versorgungskomponente der Kreisfeuerwehr zur Verfügung. In einer anschließenden Abschlussbesprechung im Freien an der Einsatzstelle wurde der Einsatz resümiert, der Einsatzleiter bedankte sich bei allen anwesenden Kräften für den schnellen und zielgerichteten Einsatz.

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden
Von: F. Klünker, J. Ohm; Fotos: D. Kumlehn, H. Meier, K. Reim, M. Stahlmann, u.a.